Neues Kinderzimmer

Moin ihr Lieben,

unser Umzug liegt nun schon fast ein Jahr zurück. Noch länger liegt der Beginn der Gestaltung des Zimmers zurück. Hier und da habe ich bei Instagram Bilder gepostet und kleine Einblicke gegeben. Nun schreibe ich endlich etwas über das Kinderzimmer. Ich werde diesen Post eher allgemein gestalten. Wenn ihr mögt, kann ich gerne auch einen Post mit deutlich detaillierteren Schnittmustern  und Streichvorlage schreiben. Ganz so, wie ihr mögt. 



Wir konnten schon sehr früh in unsere neue Wohnung rein und haben einige Wochenenden vor dem eigentlichen Umzug genutzt, um es uns gemütlich zu machen, fehlende bzw. definitiv neu zu kaufende Möbel zu besorgen, aufzubauen und ausgasen zu lassen. In der alten Wohnung hatten wir kein Kinderzimmer. Der kleine Prinz hatte Bett, Wickeltisch und Kommode mit Sachen bei uns im Schlafzimmer. Denn dieser Raum war so groß, wie unser jetziges Schlafzimmer mit Kinderzimmer zusammen. Der Umzug sollte für unseren Sohn aber zeitgleich bedeuten ein eigenes Spielzimmer zu bekommen. Wir wollten dabei sehr bewusst keine Spielecke mehr im Wohnzimmer haben. Er hat hier in den Bücherregalen Platz, damit wir im Wohnzimmer gemeinsam Bücher lesen können aber ansonsten soll die keine Außenstelle für das Kinderzimmer werden. 
Der Raum ist völlig ok von der Größe her. Wir mussten uns aber schon eher auf wesentliche Elemente beschränken und haben nicht den Platz für ein unglaublich großes Tipis, Floor Bed, riesige leere Ecken, in denen nur Kissen sind, Bällebad, offene Regale, in denen das Spielzeug kunstvoll drapiert wird... Es ist ein ganz einfaches Kinderzimmer für ein Kleinkind. Worauf wir großen Wert gelegt haben und noch immer legen: Er soll an zu allem, was ihm gehört, freien Zugang haben. Aus diesem Grund hat er 2 Kleiderschränke. Einen großen Schrank, bei dem er sich seinen Latz, Bodys, Socken usw. selber aus den Schubladen holen kann und einen weiteren Schrank, woraus er sich seine Hosen und Oberteile holen kann. Alle Oberteile hängen auf Bügel und er kann sich seine Sachen richtig aussuchen. Früher als gedacht, macht er dies auch seit ca. November, hat also mit 19 bzw. 20 Monaten angefangen diese Optionen wahrzunehmen und holt bzw. sucht sich seine Sachen selbstständig aus. An seine Spielsachen und an fast alle Bücher kommt er ebenfalls frei heran. Bücher mit dünnen Papierseiten, Vorlesebücher oder einfach insgesamt besondere Bücher sind nur zum gemeinsamen Lesen und für ihn nicht frei zugänglich. In der Regel lesen wir diese ohnehin nur abends im Bett.











Ich denke, ihr konntet ein ein sehr genaues Bild von unserem Konzept machen. Das Zimmer sollte in den Farben Petrol, Grau, Grün und Weiß gehalten werden. Diese Kombination wirkt auf mich nicht zu babyhaft und ist auch für einen 3-4-jährigen Jungen noch sehr gut. Die Möbel haben wir weiß gehalten und hier und da grüne Akzente genommen. Wer sich ein bisschen auskennt mit Kindermöbel wird sofort die Serie Stuva* von Ikea erkennen. Für uns ist es hier praktisch gewesen, dass wir bereits den Wickeltisch kaufen konnten und wussten, dass wenn wir in 1,5 Jahren umziehen, wir die anderen Möbel ebenfalls aus dieser Serie besorgen können. bei anderen Herstellern ist dies in der Regel nicht so unkompliziert möglich. 
Die Wände wollte ich mutig gestalten. Ich finde, entweder streicht man oder man lässt es sein. So ein zaghaftes Anstreichen wollte ich im Kinderzimmer nicht haben. Somit sollten die Wände in Grau und Petrol gestrichen werden. Den Übergang habe ich mit einem Wabenmuster gestaltet, welches ich aus den vier zuvor genannten Farben gemischt habe. Jeder findet, es sähe sehr chemisch aus. Naja... vielleicht kam hier und da doch die Laborratte durch. Für den Anstrich habe ich mir eine Schablone gefertigt und diese immer wieder angelegt und die Kanten abgeklebt. Für das gesamte Zimmer habe ich ca. 7 Stunden gebraucht. Hierbei habe ich ganz allein gearbeitet und mich nicht gestresst.
In den Bildern könnt ihr ganz gut sehen, wie es vorher aussah und welchen Effekt der Übergang mit den Waben hat. Ich liebe diese Farben und die Gestaltung noch immer sehr und kann mich daran auch nicht satt sehen.



Zur weiteren Gestaltung des Zimmers gehört die Kuschelecke. Eine unserer Lieblingsecken in der gesamten Wohnung. Die Basis stellt ein Ständer für ein Kinderhimmelbett dar. ich habe dieses Gestell früher als Halterung für das Mobile verwendet. Den Bezug habe ich selbst genäht. In knappen Worten: ich machte mir eine Schablone von dem oberen Teil des Gestänges und verwendete dies als Schnittmuster. Für die breite des Überzugs legte ich ein Maßband auf den Boden und guckte, welchen Durchmesser ich mindestens haben möchte, wenn ich den Vorhang schließe. Danach ging ich in den Stoffladen und guckte, welche Abmaße die Stoffe hatten, die mir gefielen. Weil ich wollte, dass der Stoff nicht zu sehr flattert sondern schön hängt, habe ich unten und vorn eine breite Einfassung genäht. Die beiden Stoffbahnen, die ich verwendet habe, habe ich mit einer französischen Naht zusammengefasst. Sehr gern verfasse ich hierzu auch ein eigenes Tutorial, wenn es euch interessiert. Schreibt mir gerne eine Mail.







Komplettiert habe ich die Kuschelecke mit selbstgenähten Kissenbezügen. Der kleine Prinz liebt Tiere und ich kaufte Stoffe, die insgesamt sehr gut ins mein Farbschema passten. Die Kissenbezüge sind recht klassisch mit einem Hotelverschluss.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Beitrag zum Kinderzimmer inspirieren. Für Details und genauere Anleitungen, scheibt mir gerne. Wenn ihr mehr vom Kinderzimmer sehen wollt, schreibt mir ebenfalls.

Bleibt mir kreativ und habt eine schöne Woche!

Eure Filzprinzessin

Linkparty: made for boys, Dienstagsdinge, Handmade on Tuesday, creadienstag

Materialien

  • Stoffe & Paspelbänder: Stoff & Stil
  • Sitzsack: IKEA
  • Kissenfdüllungen: IKEA
  • Farben: Selbst anmischen lassen im Baumarkt

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