Tatsächlich karitativ?

Hallo ihr Lieben,

ich zeige euch heute meinen Schal fürs Leben. Vielleicht kennt ihr die Aktion vom Brigitte Magazin und Save the Children? Vom Erlös des Paketes bzw. des fertigen Schals werden 10 € gespendet. Hier habt ihr einen Link zu einem Video, in dem ihr mehr erfahren könnt. Wie karitativ können DIY Projekte eigentlich sein, welche zahlreich in den sozialen Medien verlinkt werden? Ist hierbei der Eigennutzen nicht größer? Ich war letzte Woche Montag bei einem Musical und wurde von einer Frau angesprochen, die im Foyer sehr lautstark verkündete, sie hätte ebenfalls diesen Schal gestrickt und damit einen sehr guten Zweck getan. Mir war diese Situation furchtbar unangenehm. Wenn ich sonst jemandem mit dem Schal begegnete, war es eher ein einfaches Angrinsen oder Zunicken, welches Leute gern machen, die eine gewisse Zusammengehörigkeit verspüren.
Hat die Frau, die gar nicht so sehr mich ansprach, sondern eher sich selbst inszenierte, diesen Schal gestrickt, damit sie Hobby und einen guten Zweck kombinieren kann oder, um öffentlich zu zeigen, wie "wohltätig" sie ist? 
Ist die Motivation wirklich entscheidend hierbei? Ich möchte diese Frau nicht verurteilen. Denn ich selbst teilte und teile Bilder von mit mit dem Schal im Internet. Damit wird eine Art Öffentlichkeitsarbeit für das jeweilige Projekt unternommen.
gesamten Thema, die ich anstoßen möchte. 
Haben die Fragen, die ich hier stelle überhaupt eine Relevanz? Steht allein der Fakt im Vordergrund, je mehr Leute darüber sprechen und davon erfahren, desto mehr interessieren sich für das Projekt und desto mehr kann geholfen werden? Wahrscheinlich kann dies nur jeder für sich selbst beurteilen. Wenn ihr mir eure Meinung in die Kommentare schreibt, würde ich mich sehr freuen. 
Wenn du helfen möchtest, dies aber eher im Stillen tun möchtest, gehörst du zu den vielen vielen Menschen, die dies täglich tun. Die kein Schulterklopfen erwarten und helfen, weil sie helfen möchten und können. Ich habe unten eine Liste an Möglichkeiten zusammengestellt. Sehr gerne ergänze ich die Liste mit Punkten, die ich vergessen habe. Manche passen eventuell nicht mehr so ganz zur Jahreszeit. Aber der nächste Winter kommt bestimmt. 




Ich möchte an dieser Stelle nicht so sehr Werbung für einzelne Netzwerke machen sondern Anregungen für Möglichkeiten geben. Oft ist es ja eher so, dass unterschätzt wird, wie viel man tatsächlich machen kann. Und ja, je mehr darüber gesprochen wird, desto mehr machen hoffentlich mit. 

Hilfe für Obdachlose:

  • Mützen oder andere warme Kleidung fertigen und an einer Hilfsstation für Obdachlose abgeben.
  • Altkleider an solchen Stationen abgeben, statt in die Altkleidercontainer zu werfen. Solltet ihr vielleicht das 50. Shirt genäht haben, und Shirt 7-20 eigentlich nicht tragen, ist es eine gute Möglichkeit den Kleiderschrank zu entlasten und jemandem zu helfen. 
  • Es gibt manchmal Tauschläden, die im Winter sehr aktiv für Obdachlose Jacken sammeln und kostenlos verteilen. 

Für Kinder:

  • Kleidung für Frühchenstationen fertigen. Achtet hierbei bitte sehr auf die Hinweise, die für Frühchen gegeben werden bezüglich des Materials. Wenn euer Krankenhaus in der Nähe vielleicht keine Kleidung braucht, wird die manchmal weitervermittelt an den Krankenhausverbund oder sie geben einem Adressen von Krankenhäusern, die die Hilfe eher brauchen. Bei Facebook gibt es Gruppen, in denen ein gemeinsamer Versand organisiert wird. Oft hat man mehr in der Nähen, die helfen, als geglaubt.
  • Wer Stoffe hat, selbst aber keine Zeit zum Nähen, kann seine Stoffe oft auch solchen Gruppen überlassen und andere Nähen dann entsprechende Produkte. Seitdem ich Frühchen auf der Intensivstation gesehen habe, weiß ich, dass dies tatsächlich eine Hilfe darstellt. 
  • Stoffreste oder Wollreste können oft an Kindergärten oder Grundschulen weitergegeben werden. Entweder nutzen sie es direkt zum Basteln oder in Grundschulen oft die Nachmittagsbetreuung. 
  • Kinderkrebsstationen freuen sich oft über selbstgenähte Mützen. Diese müssen ebenfalls bestimmte Kriterien erfüllen, denn die Kopfhaut derer, die eine Therapie bekommen, bei denen die Haare ausfallen, ist sehr empfindlich. Hier vielleicht auch im Krankenhaus nachfragen, bevor ihr einen Stapel Mützen näht. 
Wenn ihr Punkte habt, mit denen ich die Liste ergänzen kann, mache ich das gerne!

Ich wünsche euch eine schöne und kreative Woche! 

Eure Filzprinzessin



Kommentare

  1. Ja, der nächste Winter kommt bestimmt! Dein Schal ist super geworden.

    Ich würde mich freuen, wenn Du Deinem tollen Post auf meine Blogparty – Gehäkeltes & Gestricktes (rechter Button auf meinem Blog) verlinken würdest.
    Ganz lieben Gruß – Ruth

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    1. Liebe Ruth,

      vielen Dank für den Tipp! Habe mich verlinkt. :)

      Viele Grüße
      Filzprinzessin

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  2. Hm, schwieriges Thema. Ich würde sagen die Frau war einfach in diesen Moment ziemlich unsympathisch und ich kann verstehen wenn man in den Moment ein Problem damit hat...aber so ganz grundsätzlich muss man solche Aktionen wohl einfach positiv sehen, immerhin wird Geld gespendet und mit welchen Hintergedanken ist doch dann unwichtig :-)
    Der Schal steht die auf jeden Fall super, also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
    Liebe Grüße
    Susi

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